3 Künstler – 3 Protagonisten – 3 Werke – eine Idee

Augen, die unzählige Geschichten erzählen, wie Lebenslinien in die Vergangenheit und Gegenwart gleichermaßen blicken lassen und Gesichter direkt zum Publikum sprechen.
Diese Idee wurzelt in einer gemeinsamen Gedankenreise dreier Künstler: ein Fotograf, ein Maler, ein Holzkünstler.
Im Gegensatz zur Popart, die sich bei der Motivwahl dem bekannten und Trivalen zuwendet und durch Vervielfältigung nicht Unikate anstrebt, stecken in den vorliegenden Werken einzelne Persönlichkeiten mit ihrem individuellen Temperament und Wesen dahinter. Mit Respekt und Würde gegenüber diesen werden die einzelnen künstlerischen Schritte sorgfältig begangen.

Begegnung

300×150 cm, MultiArt on Canvas

Lilly

150×220 cm, MultiArt on Canvas

Jürgen

150×220 cm, MultiArt on Canvas

Greta

150×220 cm, MultiArt on Canvas

Bruno

Bruno war in den 60er Jahren einer der im Vergleich zu heute wenigen Südtiroler Studenten in Wien. Wirtschaft war das Fach seiner Wahl, das ihn nach dem Abschluss in leitende Positionen in Tourismus und Weinwirtschaft führt. Aus Wien folgt ihm seine Frau, eine Grazerin. Mit ihr und seinen Töchtern, die er von Herzen verwöhnt, fliegt er 1990 das erste Mal Südafrika. Es folgen, mit Freunden und deren Bekannten, weitere zahlreiche Reisen nach Australien, Namibia, Kalifornien, Chile, Argentinien, Neuseeland und Südafrika. Sein Wesen und Charakter wurden von diesen Auslandsreisen genauso geprägt wie durch sein stetes geselliges Wirken in Familie und Freundeskreis.

170×240 cm, MultiArt on Canvas

Alfons

Auf 2360 Metern Meereshöhe, inmitten von Gletscher, Schluchten und Bergspitzen verbrachte Alfons, ein Bauer aus Pfelders im Passeiertal, viele Jahrzehnten seine Sommermonate, auf einer Alm im Ötztal – nur er und die ihm anvertrauten Schafe. Über das Timmelsjoch zog der heute über 80jährige dafür Jahr für Jahr, nur mit einem Lederkoffer voller Kleidung und der Freude auf seine selige Ruhe. Seinen Plentenen Riabl und ein Muas kochte er stets gerne auch für Gesellschaft und die Morgenwäsche erfolgte mit eiskaltem Wasser vom Brunnen vor der Hütte. Alfons mochte es immer schon gerne rau und rudimentär. Heute genießt er seinen Ruhestand.

170×240 cm, MultiArt on Canvas

Kurt

Kurt ist wohl eine der skurrilsten Persönlichkeiten, die das Überetsch zu bieten hat. Auf einem Hügel unter St. Pauls in Eppan, auf einem geerbten Weingut direkt an der Weinstraße, lebt Kurt seit vielen Jahren schon. Seine Lebensweise ist heute, nach mehreren Versuchen, mit der Gesellschaft mitzuschwimmen, jene eines Aussteigers. Er züchtet Gemüse und Regenwürmer auf seinem Grund und zieht hier Pflanzen auf, die sonst weggeschmissen würden. Er schläft in einer einfachen Hütte, die er seinen Bunker nennt, lebt das Prinzip der Permakultur, nach seinen ganz eigenen Regeln und Versuchen, stets aber im Einklang mit der Natur. Er sei endlich kein Untertan der Gesellschaft mehr, so Kurt.

170×240 cm, MultiArt on Canvas

Heidi

150×220 cm, MultiArt on Canvas

Traudl

150×220 cm, MultiArt on Canvas

Brigitte

150×220 cm, MultiArt on Canvas

Christian Gufler

Christian Gufler

„Augenblicke und Vorgefundenes unverändert festhalten“

Ursprünglich aus der Mode- und Autofotografie kommend, bedient Christian Gufler nunmehr seit vielen Jahren schon den Markt der umfangreichen Produktfotografie, kreiert Arrangements für die Hotellerie und in der Food-Abteilung. Seine aktuellen Wege lassen ihn aber zunehmend in die Kunstfotografie eintauchen. Besonders fasziniert ihn das Motiv und Thema von „Lost places“. Diese Orte und ihre verwunschene Atmosphäre und das manchmal fast schon morbide wirkende Flair der verlassenen Gebäude ziehen ihn an. Aber auch Portraits von Personen und die Nähe zu seinen Objekten bieten für ihn ein Experimentierfeld.
Die Schwarz-Weiß-Fotografie sei hier laut Christian die höchste und reinste Form der Fotografie.

Bernhard Reiterer

Bernhard Reiterer

„Ich denke und sehe in Farben“

Für Bernhard Reiterer sind Farben sichtbare Schwingungen. Als humanökologischer Farbberater mit langjähriger Erfahrung als Malermeister kennt er durchaus die Wirkung von Farben als Gesamtkonzept in einem Raum oder an Fassaden. Sein umfangreich geschultes Wissen, dass Farben und Oberflächen mit uns Menschen in Resonanz gehen, beeinflusste zunehmend auch den künstlerischen Werdegang des Malermeisters. Diverse Kunstseminare und eine fundierte, dreijährige Ausbildung an der Leonardo Kunstakademie Mattsee bei Salzburg legten den Grundstein für seine Kunstmalerei. Ein mit Feingefühl und Fachwissen gefertigtes Kunstbild versteht es, Wände zu öffnen, so sein Credo.

Hansjörg Oberprantacher

Hansjörg Oberprantacher

„Zurück zur Natur“

Hansjörg Oberprantacher arbeitet als selbständiger Tischler schon seit vielen Jahren mit dem Material Holz in allen Facetten und Formen. Immer wieder lässt er für seine künstlerischen Arbeiten, die in Wohn- und öffentlichen Räumen als Möbel, aber auch Skulpturen Platz finden, Wurzeln, Stein, Glas oder Metall mit einwirken. Deren Fasern, Linien, Formen und Oberflächen greifen ineinander und führen immer wieder zu neuen, auch unerwarteten Ergebnissen - auch weil Hansjörg der Natur gerne seinen Lauf lässt. Er möchte die Menschen durch seine Werke wieder mehr mit der Natur verbinden, sie neugierig darauf machen. Denn letztendlich beginne, so Hansjörg, seine Kunst nicht in seinem Atelier, sondern schon draußen in der Natur, in ihrem natürlichen Wachstumsraum.

Ausstellungen

 

– KränzelZeit Lana | April 2023

– ArtMuc München | März 2023

– Engelsburg Brixen | Dezember 2022

– Graffiti & Unplugged Sigmundsried | November 2022